Partyraum

Mitbring-Party oder Catering durch Restaurants

Andere Sichtweisen zu entdecken ist wie eine Reise in ferne Länder. Manchmal nimmt man neue Gedanken mit zurück, manchmal bleibt man bei dem, was man vorher schon glaubte. Doch allein der neugierige Blick in fremde Denkweisen kann bereichernd sein. Wenn wir das Unbekannte im Kopf genauso offen erkunden wie fremde Kulturen, entsteht daraus etwas Wunderschönes.


Deshalb laden wir zu „Seid Euch Nicht So Sicher“-Abenden ein: Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen bekommen jeweils 5–10 Minuten Zeit, ihre Denkweise ungestört vorzustellen. Danach folgt die nächste Perspektive – maximal fünf an einem Abend. Anschließend stimmen wir alle anonym darüber ab und erfahren so, welche Positionen wie stark im Raum vertreten sind. Erst danach beginnt die offene Diskussion: respektvoll, freundlich und mit echter Neugier aufeinander.


Thema 1: "Militärische Abschreckung oder vertrauensvolle Kooperation?"

Am 13.6.26 um 18 Uhr in Raum 222 des Unperfekthauses


Thema 2 "Regenerative Energien. Können wir darauf bauen?"
Am ???.26 um 18 Uhr in Raum 222 des Unperfekthauses

Thema 3 "Migration - Fluch oder Segen?"
Am ???.26 um 18 Uhr in Raum 222 des Unperfekthauses

Thema 4 "Alt & Jung - im beidseitigen Interesse?"
Am ???.26 um 18 Uhr in Raum 222 des Unperfekthauses



Weitere Themen und Termine folgen.

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Geschirr, Kühlmöglichkeiten

Dieses Bild von Jean-Christophe BENOIST ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Hintergrund

Messbare Wahrheit: Etwas kann objektiv gemessen oder überprüft werden. Beispiel: „Der Tisch ist 2 Meter lang.“

Logische Wahrheit: Etwas ergibt sich zwingend aus Regeln der Logik oder Mathematik. Beispiel: „2 + 2 = 4.“

Subjektive Wahrheit: Etwas ist für eine Person real, auch wenn andere es anders erleben. Beispiel: „Diese Musik macht mich traurig.“

Historische Wahrheit: Vergangene Ereignisse werden aus Quellen rekonstruiert, oft nie vollständig. Beispiel: Unterschiedliche Darstellungen derselben Revolution oder desselben Krieges.

Perspektivische Wahrheit: Dasselbe Ereignis wirkt aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlich. Beispiel: Ein Streik kann als Kampf für Gerechtigkeit oder als wirtschaftlicher Schaden gesehen werden.

Wissenschaftliche Wahrheit: Erkenntnisse gelten so lange als richtig, bis bessere Daten oder Modelle auftauchen. Beispiel: Frühere Vorstellungen über das Universum wurden mehrfach verändert.

Spirituelle oder religiöse Wahrheit: Wahrheiten, die auf Glauben, Erfahrung oder innerer Überzeugung beruhen. Beispiel: Der Sinn des Lebens oder die Existenz Gottes.

Soziale Wahrheit: Dinge, die „wahr“ werden, weil Menschen gemeinsam daran glauben und danach handeln. Beispiel: Geld hat Wert, weil Menschen sich darauf verständigt haben.

Noch unbekannte Wahrheit: Niemand weiss, was die Zukunft bringt.

Das Essener Unperfekthaus ist ein Ort des freien Denkens und Tuns. Menschen mit unterschiedlichsten Meinungen, Hintergründen und Weltanschauungen diskutieren hier offen und ohne Angst, psychisch, sozial oder körperlich angegriffen zu werden. Doch immer häufiger werden Menschen nicht nur für ihre Meinung kritisiert, sondern als ganze Person ausgegrenzt oder „gecancelt“.


Dabei ist das Nebeneinander unterschiedlicher Denkmodelle Grundlage jeder Wissenschaft und jeder offenen Gesellschaft. Man darf wissenschaftliche Ergebnisse hinterfragen, selbst den Klimawandel diskutieren, in Migration eher Chancen oder eher Risiken sehen, linken oder rechten politischen Positionen anhängen. Und auch viele Religionen lehren ihre Anhänger, dass kein Mensch glauben sollte, absolute Gewissheit über Wahrheit und Irrtum zu besitzen:


  • Deshalb wurden Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben.
  • Deshalb bekennen Muslime im Gebet, dass Allah größer ist als sie selbst.
  • Deshalb lesen Juden in vielen Synagogen den Satz: „Wisse, vor wem Du stehst.“


Wir möchten dazu beitragen, dass wieder stärker zwischen der Kritik an einer Meinung und dem Angriff auf einen Menschen unterschieden wird. Denn Argumente gehören zu einer freien Gesellschaft. Hass, Entmenschlichung und soziale Vernichtung sollten keinen Platz in ihr haben:


  • „Diese Meinung halte ich für falsch, weil …“ ist Teil einer offenen Debatte.
  • „Du bist dumm oder gefährlich“ greift die Person an.


Menschen sozial auszugrenzen oder mundtot zu machen, führt zu Gräben in der Gesellschaft und verhindert, dass gefährliche Denkweisen korrigiert werden.